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Karriere

Am siebten Arbeitstag nach Amerika

Sechs Tage im Büro, am siebten im Flugzeug: Benjamin Bathe erzählt, wie der Einstieg bei der HecknerGroup wirklich abläuft.

Wir sind fünfzehn Betriebswirte, Ingenieure und Meister. Wir kommen, wenn in einer Lieferkette etwas reißt – und stehen dann nicht im Besprechungsraum, sondern in der Halle.

Ob das zu jemandem passt, lässt sich schlecht behaupten. Deshalb erzählt es hier jemand, der es weiß: Benjamin Bathe kam im Dezember 2023 als Absolvent zu uns und ist heute Restructuring Lead. In 14 kurzen Beiträgen beschreibt er, wie das abgelaufen ist – die guten Tage und die anstrengenden.

Benjamin BatheRestructuring Lead · seit Dezember 2023

01

Der Einstieg

Sechs Tage im Büro, am siebten im Flugzeug. Was nach einer Anekdote klingt, ist bei uns der Normalfall: Wer anfängt, steht schnell dort, wo die Arbeit stattfindet – und lernt sie nicht aus Unterlagen kennen, sondern im Werk.

Am siebten Arbeitstag nach Amerika

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Ich habe im Dezember 23 angefangen. Ich habe sechs Arbeitstage im Büro verbracht und am siebten Arbeitstag durfte ich dann mit einem Kollegen gleich nach Amerika fliegen und das war dann mein erster Einsatz vor Ort.

Wie war der erste Auslandseinsatz direkt nach dem Studium?

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Das hätte ich mir nie erträumt, dass ich mal so eine Chance kriege und vor allem dann direkt zum Berufseinstieg. Es war aber auch sehr anstrengend. Also mein Kollege, der war da schon etwas fitter, der hat das da, glaube ich, schon im vierten Jahr gemacht und das war ziemlich knackig. Wir sind da Montagmittag hingeflogen, Donnerstag Nachmittag ging der Flug wieder zurück. Am Mittwoch war ich dann ein bisschen platt durch die Zeitverschiebung und wir haben da auch schon ziemlich viel Gas gegeben dann vor Ort.

Für mich war ja alles neu. Ich meine, du fliegst da elf Stunden, bist da den ganzen Tag unterwegs. Wenn du da mittags losfliegst, dann bist du deutsche Zeit, drei Uhr waren wir dann in unserem Airbnb, in der Nacht. Dann gehst du schlafen, das ist ja dann dort neun Uhr abends. Und dann bist du am nächsten Tag um sieben Uhr stehst du dann im Werk.

Wie findet man sich in den ersten Tagen zurecht?

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Du lernst da erst mal 10, vielleicht 20 Leute kennen und am Ende des Tages kennst du ja dann irgendwie keinen so richtig und hast vielleicht die Hälfte der Namen schon vergessen. Es ging einfach mal darum, einen Eindruck zu bekommen, was machen wir hier überhaupt? Und das war, glaube ich, auch mit einer der größten Punkte, warum ich so gut in die Arbeit reingekommen bin.

02

Ein Werk, das man nicht kennt

Die ersten Wochen bestehen aus Zuhören und Laufen. Ein Produktionswerk hat Dimensionen, die man auf keinem Plan begreift, und die Menschen darin entscheiden, ob man weiterkommt.

Was ist anders in einem amerikanischen Werk?

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Riesig. Ich meine in Amerika ist alles anders. Es geht ja schon von den Autos los. Wenn du dann zum Flughafen kommst und deinen Mietwagen abholst und dann steigst du in so einen Pickup rein und wenn du dann im Werk durch die Tür gehst, ist halt alles neu.

Wie wird man als Neuer aufgenommen?

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Ich konnte zwar Englisch, aber habe das natürlich aktiv jetzt in meinem Leben tagtäglich nie benutzt und es war halt einfach interessant, wie offen halt die Amerikaner einfach sind. Du kommst da an und du bist da nicht irgendein Neuer und irgendein Fremder. Das ist das Schöne, die nehmen dich sofort auf, du kommst sofort ins Gespräch, die freuen sich, dass ein neuer Kollege mitkommt und dann prasselt alles auf dich ein.

Welche Dimension hat so ein Werk?

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Insgesamt habe ich das Projekt ein Jahr lang gemacht und durch die zweite Produktionshalle bin ich nicht mal viertel durchgegangen. Wir waren immer nur in der einen dann wirklich beschäftigt, die ich dann mehr und mehr kennengelernt habe. Und die eine Halle, die war ziemlich neu, die ist in so einem Fingersystem aufgebaut. Das heißt, es ist so ein großes U und dann gehen immer die Finger weg. Und bis du da mal die ganze Linie abgehst, da bist du schon eine lange Zeit unterwegs und da machst du sehr, sehr viele Schritte.

Und deswegen, Amerika ist riesig, du brauchst sogar vom Parkplatz, bis du dann wirklich in deinem Büro bist, was in der Mitte von der Produktionslinie ist, gehst du gut und gerne mal zehn Minuten.

03

Verantwortung, die wächst

Bei fünfzehn Leuten gibt es keine Warteschlange vor der Verantwortung. Wer sie tragen kann, bekommt sie – und wer ansteht, greift zum Telefon statt zum Dienstweg.

Wie haben sich die ersten drei Jahre entwickelt?

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Es ist eigentlich eine ziemlich interessante Geschichte, die sich da in diesen kurzen drei Jahren bei der HecknerGroup entwickelt hat. Wie gesagt, das erste Jahr war ich in Amerika, gleich mit dem siebten Arbeitstag dahin fliegen. Das war dann 2024, da war ich insgesamt über dreieinhalb Monate dann wirklich aktiv vor Ort. Am Anfang mit meinem Kollegen, das hat sich dann aber ziemlich schnell ergeben, dass ich dann auch alleine rüber geflogen bin und wir uns abgewechselt haben.

Wie fühlt es sich an, ein eingearbeitetes Projekt zu verlassen?

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Zwischendrin schwimmt dann natürlich schon auch der Gedanke mit, wo du dir denkst, jetzt habe ich mir ein Jahr was aufgebaut, ich kenne alle Leute, ich kenne das System, wie es funktioniert, ich bin da jetzt integriert in dieses Werk und dann wechselst du. Dann geht es halt irgendwie wieder von vorne los.

Was hilft, wenn man selbst nicht weiterweiß?

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Jetzt auch in diesem anderen Umfeld, wo du dir erst mal denkst, wie löse ich das? Vor so einem Problem bin ich noch nie gestanden. Und da war ja das Schöne am Anfang, die ersten zwei Monate, zweieinhalb Monate war ich ja mit Jürgen fast tagtäglich hier. Und dann hat sich das eben ausgeschlichen. Und das Wichtige war immer, dass ich auch wusste, wenn ich ein Problem habe und selber nicht weiter weiß, weil ich einfach die Erfahrung noch nicht habe, dann rufe ich den Jürgen an, wir besprechen das zusammen und dann geht es gleich weiter. Und das ist das Wichtige, diese kurzen Kommunikationswege.

04

Was man mitbringen muss

Fachlich lässt sich vieles lernen. Zwei Dinge nicht: die Bereitschaft, dorthin zu gehen, wo es unangenehm ist – und die Einsicht, dass ein Werk aus Menschen besteht, nicht aus Prozessen.

Was muss man mitbringen?

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Ich meine, ich bin zu der HecknerGroup gekommen als Absolvent, VWL studiert, habe keinen anderen Job vorher wirklich jetzt gemacht, außer nebenbei natürlich im Studium immer ein bisschen gejobbt, aber jetzt keinen Vollzeitjob. Und das eine ist ja immer, wenn man selber sagt, wo will ich in meinem Leben hin? Es ist diese gewisse Grundmotivation, wo ich immer sage, die musst du schon mitbringen. Auf welchem Weg du dann dahin kommst, ist zweitrangig, aber wenn du ein Ziel vor Augen hast und wirklich sagst, okay, ich arbeite jetzt dafür und ich gebe 110% und ich lasse mich auch ein bisschen formen, dann bin ich fest davon überzeugt, dass man das schaffen wird, für sich persönlich erfolgreich zu sein. Was das für einen heißt, sei dahingestellt.

Wie fühlt sich diese Arbeit an?

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Du musst mit den Leuten reden, du musst die Probleme verstehen. Es fühlt sich teilweise anstrengend an, es fühlt sich aber, wenn der Erfolg kommt, unfassbar gut an. Und es ist stressig und du wirst immer auf Probleme treffen, wo du vielleicht auch mal die eine oder andere Nacht hast, die dann nicht so gut ist.

05

Warum ein kleines Unternehmen

Fünfzehn Leute, kurze Wege, offene Türen. Das ist kein Werbesatz, sondern der Grund, warum jemand nach drei Jahren Restructuring Lead sein kann.

Warum ein kleines Unternehmen?

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In einem kleinen Unternehmen ist die Wahrscheinlichkeit, dass du gesehen wirst und dass du vorankommst, wenn du es willst, viel, viel höher, weil die Kommunikationswege viel, viel kürzer sind. Und deswegen habe ich mich damals dann aktiv dafür entschieden. Und genau das ist aber das, was dann bei der HecknerGroup gleich dargestellt wurde oder so wie das Unternehmen halt funktioniert.

Wie flach sind die Hierarchien wirklich?

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Einer der ersten Sätze von Michi war, als ich im Büro war, ja bei uns sind die Hierarchie-Ebenen ziemlich flach. Es gibt zwar ein Projektleiterbüro und das Geschäftsführerbüro vom Jürgen, da ist aber die Tür in 95 % der Fällen offen. Und du kannst einfach mit den Leuten reden. Und sie sind nahbar und es ist nicht von oben herab. Und so funktioniert aber auch bei uns das ganze Unternehmen. Und das ist das, was ich auch einfach gelernt habe und unbedingt lernen wollte oder wo ich einfach gesehen habe, okay, das ist ein passendes Umfeld, wo ich sage, die setzen das so um, wie ich mir das auch vorstelle, dass es gut funktionieren sollte.

Und dann habe ich halt sehr schnell gemerkt, dass es mir sehr, sehr gut gefällt. Und ich sage mal so, ich habe ja gesagt, am Anfang bin ich immer mit einem Kollegen zusammen geflogen. Dann ging es ziemlich schnell los, dass ich ja auch alleine fliege, da kommt dann schon die Verantwortung mit. Und umso mehr Verantwortung du dann hast, desto direkter wird dann der Kontakt zu Jürgen auch.

Welche Rolle spielt Niederbayern?

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Und das ist auch einfach diese Mentalität, die halt dann auch wieder mitschwingt und das ist halt das, weil wir halt dann irgendwie in Landshut sind und dann irgendwie in Niederbayern, dass halt alles noch irgendwie ein bisschen direkter und persönlicher ist. Und das ist auch dann dieses Kennenlernen auch hier in dieser Firma, wo wir jetzt gerade sind. Klar bist du da am Anfang, redest dich noch mit sie an, aber wir sind dann ziemlich schnell dazu gekommen, nach ein paar Tagen, dass wir sagen, hey, okay, können wir uns auch gerne duzen, weil dann haben wir das gleich schon mal beiseite geschoben. Wir sitzen jetzt alle im gleichen Boot und dann ist es gleich viel viel persönlicher.

Klingt das nach Ihnen?

Wir schreiben selten Stellen aus. Wer zu uns passt, meldet sich meistens selbst. Schreiben Sie uns ein paar Sätze – Unterlagen brauchen wir jetzt noch nicht.

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